Gesundheit

Vergiftungen

 

 

Telefonnummern Giftinformationszentren:

Nürnberg 09 11/ 3 98-24 51

München 0 89/ 1 92 40

Erfurt 03 61/ 7 30-7 30

Berlin 0 30 / 1 92 40

Vergiftungen kommen leider gar nicht selten vor. 200 000 Anrufe zählte man 2009 in den Giftinformationszentren, davon betrafen ca. die Hälfte Kinder unter 14 Jahren. Am meisten gefährdet sind laut Statistik Kinder bis zu ihrem 4. Geburtstag. Doch auch bei größeren Kindern kommt oft noch die Neugier vor der Vorsicht und bei älteren Menschen kann es passieren, dass z.B. ein aromatisiertes farbiges Spülmittel mit einem Getränk verwechselt wird.

Dabei sind Vergiftungen mit Medikamenten und Haushaltsmitteln am häufigsten, es folgen Vergiftungen mit Pflanzenteilen und Kosmetika.

Wie kann man das verhindern?

Sind kleine Kinder im Haus (oder auch zu Besuch, z.B. bei den Großeltern), sollte man mit folgenden Vorsichtsmaßnahmen das Risiko einer Vergiftung minimieren:

Medikamente verschlossen aufbewahren, auch nicht kleine Mengen z.B. auf dem Nachtkästchen vergessen

Putzmittel, Pflanzenschutzmittel, Batterien, Lacke, Lampenöle, etc., auch in Keller und Garage außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren

Haushaltsmittel und Chemikalien NIE in Lebensmittelgefäße umfüllen, das kann leicht verwechselt werden

Alkoholische Getränke wegschließen, Reste im Glas wegschütten

Zigaretten und Kippen nicht offen herumliegen lassen. Auch auf Spielplätzen darauf achten, ob nicht Zigarettenkippen im Sandkasten liegen. Für Kleinkinder können schon wenige Tabakkrümel tödlich sein.

Giftige Pflanzen wie Goldregen, Tollkirsche oder Eibe sollten nicht im Garten angepflanzt werden, solange die Kinder klein sind. Auch bei Zimmerpflanzen, Blumensträußen und Gestecken darauf achten

Ist die Gabe von Medikamenten bei einer Erkrankung nötig, halten Sie sich genau an die altersgemäße Dosierungsangabe. Viele Arzneimittel, die Erwachsene in der Hausapotheke haben, sind für Kinder und Jugendliche nicht geeignet und nicht zugelassen. Fragen Sie beim Arzt oder in der Apotheke nach, bevor sie Ihrem Kind auf eigene Faust Arzneimittel geben.

Ist es trotz aller Vorsicht zu einer Vergiftung gekommen oder wird eine Vergiftung befürchtet, so ist natürlich in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen oder der Notarzt zu rufen.

Schnellen Rat, was in welcher Situation zu tun ist erhält man in den Giftnotrufzentralen rund um die Uhr. (Telefonnummern s.u)

Beruhigen Sie das Kind und versuchen sie herauszufinden was und welche Mengen es verschluckt hat.

Kontrollieren Sie den Mundraum, evtl. sind noch Reste der giftigen Substanz oder Beeren vorhanden, die entfernt werden müssen.

Der Betroffene soll Wasser oder Tee in kleinen Schlucken trinken.

Milch ist NICHT geeignet, ebenso sollte KEIN Erbrechen herbeigeführt werden. (es sei denn, der Arzt oder die Giftnotrufzentrale raten dazu, je nach aufgenommenem Gift)

Hat man medizinische Kohle in der Hausapotheke, kann dies die Aufnahme von z.B. giftigen Pflanzeninhaltsstoffen im Magen reduzieren.

Entschäumende Mittel, wie sie Babys auch häufig gegen Blähungen verordnet bekommen, können bei versehentlich eingenommenen Spülmittel helfen.

(jeweils nach Rücksprache mit Arzt bzw. Giftnotruf)

Bleiben Sie gesund.

Ihr Team der Adler-Apotheke

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