Gesundheit

Haarige Angelegenheiten

Lang oder kurz, lockig oder glatt, rot, blond, brünett oder schwarz: Kopfhaare haben für den Menschen eine besondere Bedeutung. Lichtet sich das Haupt, ist das nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann auch mit psychischen Belastungen einhergehen.

Jeder Mensch verliert bis zu 100  Kopfhaare pro Tag. Zudem unterliegt der Haarzyklus jahreszeitlichen Schwankungen mit verstärkten Verlusten im Frühjahr und im Herbst. Das ist völlig normal und kein Grund, in Panik zu geraten.

Nicht selten sind Arzneimittel mit die Ursache für Haarausfall. Neben Chemotherapeutika können z.B. Heparinspritzen, Phenprocoumon (zur Hemmung der  Blutgerinnung) oder Allopurinol (zur Senkung erhöhter Harnsäurewerte) verantwortlich sein. Hormonelle Umstellungen wie das Absetzen der „Pille“, Schwangerschaft oder Wechseljahre können der Haarfülle ebenso zusetzen wie Stress, Fehlernährung oder Schilddrüsenfunktionsstörungen.

Ist die auslösende Ursache bekannt, orientiert sich die Therapie natürlich zuerst daran.

Eine Reihe von Wirkstoffen kann das Haar zusätzlich von innen nähren und das Nachwachsen bei diffusem Ausfall stimulieren. So ist z.B. Biotin (Vitamin H) wichtig für die Bildung des Haarkeratins, Vitamin B1 und Vitamin B5 spielen bei der Bildung von neuen Haarzellen eine wichtige Rolle. Auch Zinkpräparate oder Kombinationen mit Cystin, Hirseextrakt oder Taurin und weiteren Wirkstoffen versprechen, das Haar von innen heraus zu nähren. Dabei stellen sich Behandlungserfolge frühestens nach einer Einnahmezeit von zwei bis drei Monaten ein.

Die häufigste Ursache für Haarausfall bei Männern und Frauen ist die Androgenetische Alopezie, eine anlagebedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber männlichen Sexualhormonen. Für die Behandlung dieser Form verspricht eine auf die Kopfhaut aufzutragene Lösung mit dem Wirkstoff Minoxidil gute Erfolge, die auch in Studien bestätigt wurden.

Auch andere, z.T. verschreibungspflichtige Arzneimittel kommen abhängig von der Ursache des Haarausfalls zur Anwendung. Wir beraten Sie gerne, damit Sie sich auch weiter die Haare raufen können. Ihr Team der Adler-Apotheke

Sommerzeit ist Zeckenzeit

Jetzt im Sommer findet das Leben endlich wieder draußen statt. Wir grillen im Garten, gehen Wandern und Schwimmen oder liegen einfach auf einer Decke im Gras und genießen die Sonne. Aber Achtung, leider lauern genau hier auch kleine Jäger auf uns! Gemeint sind die Zecken, die in Bodennähe auf Gräsern, Büschen und Sträuchern leben und darauf warten, von uns im Vorbeigehen abgestreift zu werden. Wenn uns eine Zecke sticht, kann sie uns im schlimmsten Fall mit gefährlichen Krankheiten infizieren. Gegen die Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME), eine Viruserkrankung bei der es zu einer Entzündung der Gehirnhaut kommt, kann man sich mit einer Impfung schützen. Gegen die von Bakterien verursachte Borreliose dagegen gibt es keine Impfung, sie kann nur mit Antibiotika behandelt werden. Leider wird die Borreliose oft nicht frühzeitig bemerkt. Neben einer ringförmigen Hautrötung können in späteren Stadien Entzündungen der Gelenke, der Haut und sogar des Herzens und des Nervensystems auftreten. Es ist daher wichtig, sich und seine Kinder nach jedem Aufenthalt in der Natur gründlich nach Zecken abzusuchen. Sollte Schnelle Gewissheit darüber, ob die Zecke, von der Sie gestochen wurden, potenzieller Borreliose-Überträger ist, bekommen Sie durch einen Zeckentest: Sie bringen die entfernte Zecke in die Apotheke und erhalten nach wenigen Tagen ein zuverlässiges Untersuchungsergebnis. So kann eine rechtzeitige Behandlung eingeleitet werden.

Der Sommer bringt es an den Tag: Millionen von Füßen werden wegen der Hitze nackt in Sandalen präsentiert - doch leider sind nicht alle Füße, die man nun zu sehen bekommt  schön und sexy. Hornhaut, Schrunden und Blasen sind ebenso wenig ansehnlich wie ungepflegte und erkrankte Fußnägel (Nagelpilz) oder rissige Stellen zwischen den Zehen (Fußpilz). Etliche mit Socken bekleidete Füße schwitzen im Sommer besonders stark und verströmen unangenehme Gerüche.

Vielen Menschen ist es peinlich, die Strümpfe auszuziehen, weil sie Ihre Füße über den Winter hinweg nicht gepflegt haben. Doch seinen Füßen kann man vor allem im Sommer viel Gutes tun.

  • Schauen Sie Ihre Füße regelmäßig an, als Hilfe können Sie einen Spiegel benutzen. Das gilt vor allem für Diabetiker, um Verletzungen zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln
  • Trocknen Sie die Zehen und die Zehenzwischenräume sorgfältig ab - oder föhnen sie trocken
  • Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig ein. Es gibt verschiedene Präparate, die Hornhaut reduzieren oder Schrunden schnell abheilen lassen
  • Wenn die Haut zwischen den Zehen rissig ist und juckt, handelt es sich meist um einen Fußpilz, der behandelt werden muss. Veränderungen an den Zehennägeln sollten Sie Ihrem Arzt zeigen
  • Bei Fußpilz sollten Sie Ihre Schuhe möglichst häufig wechseln und mit einem Desinfektionsmittel aussprühen
  • Waschen Sie Ihre Socken und Strümpfe so heiß wie möglich oder verwenden Sie einen desinfizierenden Wäschespüler, damit der Fußpilz keine Chance hat, sich zu vermehrenLassen Sie sich gezielt beraten, wie Sie Ihre Füße optimal pflegen, welche Pflaster sich für welche Blasen und Wunden eignen und was Sie gegen Schweißfüße, Fuß- und Nagelpilz tun können.

Folsäure – ein wichtiges Vitamin für Ihre Gesundheit

Folsäure bzw. Folate gehören zu den wasserlöslichen B-Vitaminen, die eine Reihe von Funktionen im menschlichen Körper zu erfüllen haben. Größere Mengen sind vor allem in grünem Blattgemüse, Kohlsorten oder Leber enthalten. Allerdings geht durch Lagerung oder Erhitzen ein Großteil des Vitamins verloren. So ist es schwer, die empfohlene tägliche Folsäurezufuhr zu erreichen, durchschnittlich schaffen wir leider nur die Hälfte. Zusätzlich können bestimmte Medikamente (u.a. die Anti-Baby-Pille!), Koffein, Alkohol und Nikotin oder auch Stress zu einer mangelhaften Folsäureversorgung führen.

Besonders wichtig ist einen ausreichende Versorgung mit Folsäure für Frauen mit Kinderwunsch, weil damit das Risiko für Fehlbildungen (vor allem für die des offenen Rückens) erheblich reduziert werden kann. Da dafür die ersten Wochen der Schwangerschaft entscheidend sind, sollten Frauen spätestens mit Absetzen der Verhütungsmaßnahme ein Folsäurepräparat einnehmen und dies die gesamte Schwangerschaft und Stillzeit fortführen.

Eine weitere wichtige Funktion der Folsäure ist der Abbau des gefäßschädigenden Homocysteins. Genauso wichtig dabei sind die Vitamine B6 und B12.

Studien haben gezeigt, dass ein hoher Homocystein-Spiegel das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Demenzerkrankungen oder Osteoporose erhöht.

Häufigste Ursache ist eine unzureichende Versorgung mit den Vitaminen Folsäure, B6 und B12. Den Risikofaktor Homocystein können Sie aus wenigen Tropfen Blut aus der Fingerbeere bestimmen lassen.

Nach neuen wissenschaftlichen Studien wird der  Folsäure zusätzlich auch eine  Schutzwirkung vor bestimmten Krebserkrankungen zugesprochen.

Also- ran an den Spinat!

Allerdings ist bei vielen Menschen die Aufnahme dieser wichtigen Vitamine aus den bereits angeführten Gründen mangelhaft und die zusätzliche Einnahme eines VitaminB-Präparats sinnvoll.

Wenn einer eine Reise tut…

… dann sollte er gut vorbereitet dazu aufbrechen, um die schönen Tage auch unbeschwert genießen zu können. Besonders für chronisch Kranke und Patienten, die regelmäßig Arzneimittel benötigen ist es ratsam, nicht nur Ihren Koffer sondern auch Ihre Reiseapotheke sorgfältig zu packen.

Jeder chronisch Kranke sollte ein in englischer Sprache verfasstes Schreiben über seine Erkrankung bei sich tragen. Auch die Beipackzettel der ständig benötigten Arzneimittel sollten dabei sein. Für Diabetiker und Patienten, die Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen gibt es internationale, mehrsprachige Ausweise.

Viele Arzneimittel vertragen keine Hitze und müssen während der Reise gut geschützt werden.  Aber auch Temperaturen unter 0° C, wie sie während eines langen Fluges im Gepäckraum eines Flugzeugs auftreten können, können Arzneimittel wie z.B. Insulin zerstören. Deshalb gehören empfindliche und regelmäßig benötigte Arzneimittel ins Handgepäck.  Bei den Sicherheitsbestimmungen zu den Flüssigkeitshöchstmengen im Handgepäck gelten Ausnahmen für dringend benötigte Arzneimittel und Spezialnahrung. Eine Bescheinigung des Arztes zur Vorlage am Flughafen ist dabei hilfreich.

Unbedingt nötig ist eine ärztliche Bescheinigung für Schmerzmittel, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Die genauen Bestimmungen kann man bei der jeweiligen Botschaft des Urlaubslandes erfragen.

Überlegen Sie sich gut, ob Sie in Ihrem Urlaubsland vermeintlich preiswerte Arzneimittel kaufen: So eine Schnäppchenjagd kann lebensgefährlich sein. Besonders auf Märkten und bei fliegenden Händlern ist die Gefahr, ein gefälschtes Medikament zu kaufen groß.

Welche Arzneimittel Sie in Ihre Reiseapotheke packen sollten, richtet sich nach Ihrem Reiseziel und möglichen Grunderkrankungen. Besonders für Reisen mit Kindern muss etliches bedacht werden.

Gerne helfen wir beim Zusammenstellen Ihrer individuellen Reiseapotheke und wünschen Ihnen erholsame Urlaubstage.

Kommen Sie gesund zurück.

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