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 Gegründet wurde die Adler-Apotheke in Marktredwitz von Apotheker Johann Weygel. Er kam um 1650 aus Wunsiedel in den egerischen Markt Redwitz. Die Redwitzer Bürger waren sehr froh, nun eine eigene Apotheke zu bekommen. Früher hatten sie ihre Medikamente in der Apotheke in Wunsiedel holen müssen. Wo Johann Weygel zuerst seine Medikamente verkaufte ist nicht bekannt. Im Jahr 1654 wurde er in Redwitz als Bürger aufgenommen, 1657 kaufte er ein Haus in der damaligen Schulgasse.

 

In den Markt 35, wo sich die Apotheke heute noch befindet, wurde sie um das Jahr 1805 von Dr. Christian Wilhelm Seelig. Im Jahr 1843 erhielt Apotheker Wilhelm Christian Loew, ein Sohn des damaligen Pfarrers, die Konzession für die Adler-Apotheke. Er modernisierte die Apotheke und erwarb sich Ansehen durch seine aktive Mitarbeit im Magistratsrat und als Hauptmann der Landwehr-Schützenkompanie.

Sein ältester Sohn, Carl Benedikt Oskar Loew, wurde ein bekannter Chemiker und international anerkannter Forscher, der an seinem 95. Geburtstag zum Ehrenbürger von Marktredwitz ernannt wurde. Noch heute erinnert eine Gedenktafel an der Fassade der Apotheke an ihn.

Gedenktafel1

 
Waage1

In den Besitz der Familie Koeppel kam die Adler-Apotheke im Jahr 1906. Bernhard Christian Koeppel erwarb damals die Apotheke, starb aber bereits am 23.9.1907. Der älteste Sohn Max Koeppel übernahm 1924 die Verwaltung und gestaltete sie zu einer modernen Arbeits- und Verkaufsstätte um.

1948 übersiedelte er nach Amerika und die Apotheke wurde von Carl Poeppel weitergeführt, bis Ernst Koeppel im Jahr 1969 die Adler-Apotheke übernahm. 1973 wurde die Apotheke umgebaut und modernisiert, dabei aber viele historische Gerätschaften bewahrt.

Seit 2003 ist die Leitung der Apotheke in weiblicher Hand - und wir haben noch viel vor, um unseren Service und die Apothekenräume modern und attraktiv für Sie zu gestalten und dabei das Vertrauen und die Tradition der ältesten Apotheke am Ort zu wahren.

 

 

In Auszügen aus „Die Adlerapotheke zu Marktredwitz“ von F.Capeller „Der Siebenstern“ Heft 2, 1970

Mit freundlicher Genehmigung des Fichtelgebirgsvereins e.V.

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